Entlebucher Sennenhunde Welpen | Schweizer Sennenhunde -  Zwinger von Garstnaeck

Die Gesundheit unserer Entlebucher

 Was bedeutet "züchten"?

 

Gezieltes verpaaren von Hunden, um Nachkommen zu erzielen, die in Aussehen, Eigenschaften und Gesundheitswerten besser sind, als die Elterntiere!!!

Anbei informiere ich Sie über Gesundheitsprojekte und Maßnahmen, die beim Entlebucher Sennenhund in Österreich bereits eingesetzt und für die Zuchttauglichkeit verlangt werden. Alle Maßnahmen sind in Zusammenarbeit mit Genetikern, Ophthalmologen und unter Berücksichtigung des österr. Tierschutzgesetzes, durchgeführt worden.

 

Hüftdysplasie:
Mit Hyftdysplasie, kurz HD genannt, ist eine Fehlstellung des Hüftgelenks gemeint. Vererbung, Umwelt und Ernährung können eine Rolle spielen. Die Summe aller Faktoren kann HD begünstigen.
Die Röntgenuntersuchung erfolgt in Narkose und wird nach dem Norberg-Winkel berechnet.

Befundungen:
HD-frei =          A
HD-Verdacht = B (Übergangsform)
HD-leicht    =   C
HD- mittel   =   D
HD-schwer =   E

HD- A, B und C sind in der Zucht erlaubt.

Neues Formular für Röntgenauswertung auf:VSSÖ Downloads

Auswertungsstelle:
Dr. Silke Viefhues
Bunsenstraße 20
D-59229 Ahlen

0049/ 23 82/76 67 00

 

Maßnahmen: Haben beide Paarungspartner HD-C, so wird diese Paarung für die Zucht nicht mehr genehmigt.

Einbindung der Zuchtwertschätzung - Verfahren, um in der Tierzucht den Genotyp anhand des Phänotyps abschätzen und abgrenzen zu können.

Der Zuchtwert von 100 beschreibt eine durchschnittliche Vererbung.

Höherer Zuchtwert - Verstärkung des Merkmals

Niederer Zuchtwert - Abschwächung des Merkmals


Augen:
Anerkannt werder nur Untersuchungen von Ophthalmologen (Ophthalmologie = Augenheilkunde), die eine spezielle Ausbildung hinsichtlich vererbbarer Augenerkrankungen haben und dem Arbeitskreis für Veterinärophthalmologie (AKVO) angehören.

Ganz wichtig: Ahnentafel zur Untersuchung mitnehmen, sonst kann kein ECVO ( European College of Veterinary Ophthamologists ) Befund ausgestellt werden.

Nur dieser wird anerkannt und kann in die Datenbank (Dogbase) eingewartet werden! 


Liste der Ophthalmologen

Für die Zucht nicht zugelassen sind folgende Erkrankungen:

Katarakt:(grauer Star - Linsentrübung): führt zur allmählichen Blindheit
Maßnahme: Alle Formen des Kataraktes sind aus der Zucht ausgeschlossen
Entropium: Einrollen des Augenlids nach innen
Ektropium: Ausstülpung des unteren Lidrandes
Glaukom: grüner Star, wird durch erhöhten Augendruck hervorgerufen

Goniodysplasie:

Von der ECVO (European College of Veterinary Ophthalmologists) im Jahre 2003 beschrieben:

Vermutlich erbliche, angeborene Deformität des Ligamentum pectinatum.

Diese ist aber keine Erkrankung, sondern eine Anomalie, die seit Geburt besteht und sich kaum verändert.

Goniodysplasie ist leider ein sehr komplizierter Erbgang, daher können auch bei goniofreien Verpaarungen wieder belastete Nachkommen vorkommen!!!

(laut Rücksprache und Auskunft der Ophthalmologen)

 

Gonioskopie:
Bei dieser Untersuchungstechnik wird eine Linse mit Flüssigkeit direkt auf das Auge aufgesetzt. Es wird festgestellt, inwieweit der Kammerwinkel durchlässig oder beschädigt ist.

Abstufungen:

Fibrae latae - kurze Trabekel (reusenartig angeordnete Gewebestränge)

Laminae      - Bindegewebsplatten mit sehr kurzen Trabekelresten im Kammerwinkel

Occlusio       - total dysplastisch: komplett verschlossenes und enges Ligamentum pectinatum mit Abflusslücken.

 

Befundkriterien laut AKVO:

"frei" -            bis 25%

"zweifelhaft" -25-50%

"nicht frei" -   ab 50% 

 

Goniodysplasie ist derzeit nicht zuchtausschließend, die Gonioskopie ist aber verpflichtend vorgeschrieben!
Maßnahme: der prozentuelle Anteil von Fibrae latae und Lamine wird in der Paarungsplanung berücksichtigt. Occlusio befundete Hunde werden nicht mehr für die Zucht zugelassen.


PRA (Progressive Retina-Atrophie = Netzhautablösung, Retinadegeneration) führt zur Blindheit
Maßnahme: Gentest; dieser erfolgt mittels Blutabnahme, oder Backenabstrich beim Welpen. Reinerbig freie Hunde ("A") und gemischterbige Hunde (Träger, "B") werden für die Zucht zugelassen. Hunde mit defekten Genen beider Elterntiere ("C") werden vorläufig nicht mehr in die Zucht genommen.

LABOKLIN Labor für Klinische Diagnostik GMBH u.CO.KG
www.laboklin.de

Forschungsprojekt ektopische Ureteren

 

Die Universität Zürich arbeitet an der Entwicklung eines Gentests, der Trägertiere identifizieren soll.


Dabei handelt es sich um eine angeborene Anomalie, bei der ein oder beide Harnleiter nicht normal in der Harnblase münden. Dies führt zu einer angeborenen Harninkontinenz (Harnträufeln). Bei Hündinnen wird es sofort sichtbar, bei Rüden verläuft sie meist über Jahre unbemerkt.
Die Untersuchung ist für den Hund schmerzfrei und wird per Ultraschall durchgeführt. Gleichzeitig wird eine Blutprobe abgenommen, die für die Entwicklung des Gentests benötigt wird. Bei diesem handelt es sich um die Aufklärung des Erbganges bei ektopischen Ureteren.
Sollte die Befundung bei der Ultraschalluntersuchung nicht eindeutig abgeklärt werden können, wird zusätzlich ein Röntgen mit Kontrastmittel gemacht.

Empfohlenes Alter für die Untersuchung ab 12 Monate. (laut Rückspache mit Vet.Uni.Wien)


Bezeichnungen:

 

Eu A =frei-Ureteren münden korrekt in die Blase

Eu B =Übergang-Ureteren münden in den Blasenhals

Eu C =ektopisch-Ureteren münden außerhalb der Blase oder Blasenhals

Befundungen A, B, A/B, sowie A/C werden für die Zucht zugelassen

 

Voraussetzung für A/C: eindeutiger Nachweis, daß der Harn stauungsfrei abfließt. Wird nur für eU freie Hündinnen freigegeben!

Wird durch die Zuchtkommission entschieden.

 

Untersuchungsstelle für Österreich:
Veterinärmedizinische Universität
Klinik für Bildgebende Diagnostik/Röntgen
Veterinärplatz 1
A-1210 Wien
Fr. Prof. Dr. Hittmair Katharina
Telefonnummer für Terminvereinbarungen:
+43 /1 /25 077 – 5701
email: roentgenologie@vu-wien.ac.at

Die Vet.med. Wien erbringt folgende Leistungen:
•    Blutabnahme und Lagerung für die Uni Zürich
•    Setzen eines Venenkatheters
•    Verabreichung einer Kochsalzlösung zur Anregung des Harnflusses
•    Ultraschalluntersuchung (ohne Narkose)
•    Röntgen, falls erforderlich (ohne Narkose)
•    Befundausfertigung

 

Bei der Anmeldung erhalten Sie alle Informationen, die sie für diese Untersuchung beachten müssen.

 

Wie mache ich meinen Hund zuchttauglich?

Nachzulesen auf der Homepage des VSSÖ unter Zucht-und Körordnung!